SEV eTricks
SEV eTricks

Trickreich

Anders als bei den meisten Elektro-Rollern mit Radnabenmotor sitzt der Antrieb des eTricks zwischen den beiden 16-Zoll-Rädern. Als Sekundärantrieb dient eine normale O-Ring-Kette, die die Leistungs ans Hinterrad weiter gibt. Und Leistung besitzt das 38 Kilogramm wiegende Roller-Rad eine ganze Menge. Dreht man zu kräftig am Gasgriff, dann hebt das Vorderrad schnell zum Wheelie ab. Die Beschleunigung ist beeindruckend, an der Ampel lässt das eTricks jeden Sport-Fuffi vor Neid erblassen. So gesehen ist es verständlich, dass das Bike nicht wie ein normales Fahrrad genutzt werden kann, sondern als Fünfiger zulassungspflichtig ist, also ein Kennzeichen benötigt und der Fahrer nur mit Helm unterwegs sein darf – wenn er legal fortbewegen möchte. Das vorgeschriebene 45 km/h-Limit ist schnell erreicht, es wird durch die Motor-Software geregelt.

Das eTricks sollte man trotzdem nicht mit einem Roller vergleichen, es ist ein reines Spaß-Mobil für die Stadt, wendig, handlich und leicht zu beherrschen. Dafür tragen die sehr gut funktionierenden, stark verzögernden Scheibenbremsen vorne und hinten ihren Teil bei. Wem ein Pedelec zu langweilig und ein Roller zu uncool ist, der wird an dem eTricks seine Freude haben, auch wenn es trotz des Komfortsattels nicht die Bequemlichkeit eines Scooters bietet und statt Staufach einen Gepäckträger besitzt. Mit 3390 Euro maß der Spaßfaktor allerdings auch verhältnismäßig teuer bezahlt werden.

N.M.

1 Gedanke zu „Trickreich

  1. Macht wirklich ein guten Eindruck

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