Peugeot e-Vivacity
Peugeot e-Vivacity

Keine Wünsche offen

Peugeot ist alles andere als ein Neuling im Elektro-Geschäft: Schon 1996 präsentierten die Franzosen mit dem Scoot’Elec einen Stromer in der Fünfziger Kategorie. Mangels Interesse war der Erfolg des grünen Zweirades jedoch überschaubar, was sicherlich auch an der aus heutiger Sicht wenig entwickelten Technologie in Form eines 39 Kilogramm schweren Nickel-Cadmium-Akkus lag. Heute, 17 Jahre später, ist der e-Vivacity mit zwei modernen Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von je 2 kWh versehen. Diese wiegen mit 16 kg weniger als die Hälfte, mobilisieren aber das Doppelte an Leistung – nämlich vier PS – und steigern die Reichweite um rund fünfzig Prozent auf 60 Kilometer bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h.

Fotostrecke Peugeot e-Vivacity

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Lautlos durch Elektroantrieb

Geladen werden die Stromspeicher an einer gewöhnlichen 220-V-Steckdose über ein Spiral-Ladekabel, das unter der Sitzbank verstaut ist. Der Vorgang dauert rund acht Stunden bis zu Vollladung, mit zwei Ladegeräten – optional gegen Zuzahlung von 200 Euro zu haben – um die vier bis fünf Stunden. Dabei haben die Batterien nach den ersten drei Stunden bereits 80 Prozent der Ladekapazität erreicht. Mindestens 1000 Ladezyklen oder 40000 km sollen die Akkus halten, auf die Peugeot eine Garantie von vier Jahren gewährt. Ein Batterie-Management-System (BMS), das Spannungsschwankungen abregelt und Überhitzungen vermeidet, trägt zur verlängerten Lebensdauer bei.

Über den jeweiligen Akku-Ladezustand informiert das hypermodern gestaltete LCD-Instrument im Cockpit mittels zehn Segmenten in drei Farben: Das rote Segment weist auf einen kritischen Ladezustand hin, die orangefarbenen Segmente 2 und 3 geben einen Ladezustand unter 30 Prozent an. Die darüber liegenden Segmente signalisieren einen Ladezustand im grünen Bereich, zusätzlich wird die verbleibende Reichweite recht zuverlässig angezeigt. Doch das Instrument kann noch mehr: Über einen Knopf am unteren Ende wählt der Elektro-Fahrer die gewünschte Betriebsart aus. Ihm stehen die vier Optionen „normal”, „eco”, „forward“ (für langsames Manövrieren) und ein Rückwärtsgang zur Verfügung. Dabei hätte der 114 kg leichte Stromer eigentlich keine Rangierhilfe nötig.

2 Gedanken zu „Keine Wünsche offen

  1. Wertes Motoretta Team,

    vieles an diesem Artikel stimmt – manches aber auch ganz und garnicht. Mit dem Stauplatz gehe ich mit ihnen, aber ein Jet-Helm in das Front-Behältnis? – das geht nicht.
    Und: Bei allen positiven Dingen – mein E-Vivacity war von den 7 Monaten, in denen ich ihn bis heute besaß, mehr als die Hälfte der Zeit in Reparatur wegen Totalausfall (nicht wegen dem Akku). Da der Roller über 150km Strecke im Kleintransporter zur Anlieferung per Strasse getestet wurde, fiel er dreifach mit gleichem Befund wieder aus. Andere Peugeot-Modelle haben mit der Elektrik auch so ihre Probleme. Das ist nicht positiv für ein innovatives Zweirad mit deutscher Motortechnik (HEINZMANN), die auch in KTM und BRAMMO steckt.

    1. Werte Redaktion,

      inzwischen wurde der Kauf rückgängig gemacht und es gab von Peugeot den kpl. Kaufpreis zurück. Ich hätte ihn gerne weiter gefahren, aber offensichtlich hat sich Peugeot selbst nicht zugetraut zu reparieren, respektive durch ein anderes, neues Fahrzeug zu ersetzen. Ein trauriger Umstand, wenn man sieht, wie wenig Leute sich an einen R-Scooter herantrauen. Dann gibt’s halt jetzt doch einen Benziner, aber nicht von Peugeot, sondern direkt von Asiaten.

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