Vespa 946
Vespa 946

Zahlensalat

Seit der Piaggio-Händlertagung in Monaco ist es offiziell: Die Vespa-Studie „946“ geht in Serie, zunächst als hochwertiges und limitiertes Sondermodell aus Aluminium. Als Antrieb kommt der neue 125er-Dreiventil-Einspritz-Einzylinder zum Einsatz

Die Zahl 46 steht in Italien vor allem für Valentino Rossi, Idol und x-facher Motorradweltmeister, der seit er Rennen fährt, nur mit dieser Startnummer antritt. „Vale“ scheint zunächst einmal nichts mit der leckeren Vespa-Designstudie namens „46“ zu tun zu haben, die uns der Piaggio-Konzern auf der Mailänder EICMA im letzten November aufgetischt hat. Doch da mittlerweile aus der „Quarantasei“ eine „946“ geworden ist, liegt die Vermutung nahe, dass Signore Rossi sein Veto gegen den ursprünglichen Namen eingelegt hat. So orientiert sich die Studie im Namen nicht mehr ganz so deutlich, vom Aussehen her jedoch klar am Prototypen der allerersten Vespa, der MP6. Diese nahm zwar bereits 1945 Gestalt an, doch die erste Vespa, das Modell 98, wurde nachweislich 1946 verkauft – an diese Geburtsstunde der zweirädrigen Ikone soll die 946 erinnern.

Damit das auch gelingt, haben ihr die Designer die weltbekannte, jedoch deutlich überzeichnete Vespa-Formensprache mitgegeben, fein abgemischt mit Designmerkmalen aus einem Science-Fiction-Film. Die Tradition bewahren kiemenartige Kühlluftschlitze vorn und hinten an den Backen ebenso wie der geschwungene Durchstieg und der breite, unverkleidete Lenker. Ein klarer Stilbruch ist dagegen der in den Lenker integrierte Scheinwerfer – dieser verließ erst 1953 seinen angestammten Platz auf dem Vorderradkotflügel. Richtig innovativ ist die luftige, im hinteren Bereich frei schwebende Sitzbank, das ins Heckblech integrierte Rund-Rücklicht sowie die eingearbeiteten Lenkerarmaturen mit Klarglasblinkern an den Enden. Als Hommage an den weltberühmten Urahn vermittelt die Vespa 946 gleichzeitig den Eindruck von Oldschool durch die Verdichtung des markanten Vespa-Stils und weist mit neuen Ideen in eine futuristische Scooter-Zukunft.

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